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Marie Juchacz (1879 bis 1956) gehörte 1919 der Deutschen Nationalversammlung, die die Verfassung der Weimarer Republik erarbeitete und beschloss, und danach bis 1933 dem Reichstag an. Sie gründete 1919 die Arbeiterwohlfahrt als Zweig der SPD. Sie wurde in Landsberg an der Warthe (heute polnisch Gorzow) geboren, entzog sich der Verfolgung durch die Hitlerbewegung in Frankreich und den USA, kehrte 1949 nach Deutschland zurück und starb knapp sieben Jahre später in Düsseldorf. Im Altkreis Soltau besichtigte sie 1927 den Immenhof bei Hützel, bevor ihre Wohlfahrtsorganisation das Anwesen erwarb.

 

Grußwort

Liebe Freundinnen und liebe Freunde der Arbeiterwohlfahrt, seit nunmehr gut 40 Jahren besteht der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schneverdingen. Ein Anlaß, um auf die Historie des Ortsvereines zurück zu blicken und die Wurzeln und das Gedankengut der AWO in Erinnerung zu rufen.Es war die Sozialdemokratin Marie Juchacz, die im Jahre 1919 die Arbeiterwohlfahrt gründete. Hierfür gab es drei maßgebliche Gründe:Erstens waren im 1. Weltkrieg zahlreiche soziale Einrichtungen der Arbeiterbewegung entstanden, die gewissermaßen ein Dach benötigten.Zweitens galt es, öffentliche Mittel für die Volkswohlfahrt nicht nur in Einrichtungen des konservativen Lagers, sondern auch in solche des Sozialismus zu lenken.Drittens benötigten die sozialdemokratischen Parlamentarier Experementierfelderum dort die von ihnen angestrebten modernen Methoden Methoden der Erziehung, Vor- und Fürsorge zu entwickeln und zu erproben.1947 war sich der Parteivorstand der SPD in der Frage einig, daß die Arbeiterwohlfahrt aus der organisatorischen Abhängigkeit von der SPD heraus zu lösen sei. Ein freier Wohlfahrtsverband, so stellte man fest, brauche die parteipolische Unabhängigkeit, wenn er sich zu einem gleichberechtigten Partner der öffentlichen und der freien Wohlfahrtspflege entwickeln soll. Daher stellte die Reichskonferenz 1947 die Weichen für einen parteiunabhängigen Wohlfahrtsverband.

1948 gehörte die AWO zur neuen Reichs -, heute Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände.

1947 wurde auch in Soltau ein Kreisausschuß der Arbeiterwohlfahrt gegründet. Zum Vorsitzenden wurde Friedo Wohlers gewählt.

Dessen Nachfolger war 1958 der Sozialdemokrat Hellmut Rösel. In seiner Amtsperiode (1958 - 1995 ) wurden die Ortsvereine Munster, Wietzendorf und Schneverdingen gegründet. Der Schneverdinger Sozialdemokrat Alexander Neppert erinnert sich: "1973 war ich, ebenso wie Hellmut Rösel, SPD -Kreistagsabgeordneter. Ich habe ihn oftmals mit dem Auto zu Kreistagssitzungen mitgenommen. Hellmut war seinerzeit Vorsitzender des AWO-Kreisverbandes. Auf keiner dieser Fahrten hat er es versäumt, mir die Gründung eines Stützpunktes der Arbeiterwohlfahrt in Schneverdingen nahe zu legen. Schließlich habe ich ihn auf einer dieser Fahrten die Gründung eines AWO-Stützpuktes in Schneverdingen zugesagt. Ich konnte weitere Sozialdemokraten für mein Ansinnen gewinnen, und so kam es 1973 zur Gründung eines AWO-Stützpuktes in Schneverdingen. Wenn ich mich recht entsinne, haben wir 500 DM Starthilfe vom Kreisverband bekommen. So war das damals. Gustav Bosselmann ( CDU ) war Bürgermeister in Schneverdingen und Dortee Jacobsen wurde von ihrer Vogängerin, Ingrid Erhorn, zur Schneverdinger Heidekönigin gekrönt. Im Laufe der Jahre wuchs der Schneverdinger AWO-Stützpunkt, später umbenannt in AWO-Ortsverein, kontinuierlich an, und das Gedankengut und die damit verbundenen Leisätze der AWO waren und sind Grundlage der Ortsvereinsarbeit.

Ich rege an, in einer stillen Stunde einen Blick in die Chronik zu werfen. Ich bin mir sicher, daß dann bei dem einen oder anderen Erinnerungen wach werden: "Ja,so war das damals."

Jürgen Schulz

Vorsitzender des Ortsvereines

 

Grundwerte der AWO

 

Die Arbeiterwohlfahrt ist aus den Ideen des demokratischen Sozialismus der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung entstanden. Daraus leiten sich unsere Grundwerte ab: das Bekenntnis zu den unveräußerlichen Menschenrechten die freiheitlich-demokratische Grundordnung als unverzichtbare Voraussetzung der sozialen Arbeit; die Entwicklung einer Gesellschaft, in der sich jeder Mensch in Verantwortung für sich und das Gemeinwesen frei entfalten kann; das Eintreten für mehr Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz und Solidarität; der Anspruch des Einzelnen auf Chancengleichheit und gesellschaftliche und rechtliche Gleichstellung der Geschlechter; sozialem Unrecht entgegen zu wirken die Anerkennung des Vorranges der kommunalen und staatlichen Verantwortung für die Erfüllung des Anspruchs auf soziale Hilfen, Erziehung und Bildung sowie für die Planung und Entwicklung eines zeitgerechten Systems sozialer Leistungen und Einrichtungen; die Achtung des religiösen Bekenntnisses und der weltanschaulichen Überzeugung des/der Einzelnen; den Rat-und Hilfesuchenden ohne Rücksicht auf deren politische, rassische, nationale und konfessionelle Zugehörigkeit beizustehen; die partnerschaftliche und planvolle Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Staat und freien Vereinigungen der Wohlfahrtspflege bei Wahrung der Unabhängigkeit dieser Vereinigungen.